
Das Interreg-Europe-Projekt AdCap4GoodGov stärkt die Verwaltungskapazitäten öffentlicher Institutionen und fördert eine leistungsfähige, digitale, bürgerorientierte und anpassungsfähige Verwaltung. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Personalentwicklung, Digitalisierung, strategische Planung, Prozessoptimierung und bessere öffentliche Dienstleistungen.
Die Projektpartner aus sechs EU-Staaten tauschen Erfahrungen und bewährte Verfahren aus und entwickeln konkrete Maßnahmen zur Verwaltungsmodernisierung. Dazu gehören Workshops, Study Visits, Peer-Learning und regionale Aktionspläne.
Die Stadt Viechtach bringt als kommunaler Praxispartner insbesondere Erfahrungen aus dem Projekt ZukunftsVIT ein. Die Erkenntnisse sollen für die Weiterentwicklung des integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK), die Verwaltungsorganisation, Bürgerbeteiligung, Innenstadtentwicklung und das Leerstandsmanagement genutzt werden.
Ziel ist es, Verwaltungsmodernisierung und nachhaltige Stadtentwicklung miteinander zu verbinden. Durch den europäischen Erfahrungsaustausch übernimmt Viechtach neue Ansätze und gibt gleichzeitig eigene Erfahrungen in den Bereichen Resilienz, Smart City und Stadtentwicklung weiter.
Weitere Infos: https://www.interregeurope.eu/adcap4goodgov
Das Projekt ZukunftsVIT lief vom 24.10.2022 bis 31.08.2025 und wurde im Rahmen des Bundesprogramms „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ gefördert. Die Stadt Viechtach war Antragstellerin und alleinige Projektumsetzerin.
Ziel des Projekts war es, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern die Innenstadt Viechtachs widerstandsfähiger gegenüber zukünftigen Krisen zu machen. Dabei wurden die Themen Klima und Energie, Wohnen und Stadtentwicklung, Soziales und Versorgung, Wirtschaft, Mobilität, Landwirtschaft sowie Ökologie betrachtet.
Als zentrales Ergebnis entstand ein dreiteiliges Resilienzkonzept:
Analyse: Untersuchung der Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken der Stadt unter Einbindung von Bürgerbeteiligung.
Prozessdokumentation: Dokumentation des Resilienzmanagements, der Beteiligungsformate und der Arbeit der Resilienzwerkstatt RESI.
Projekthandbuch: Entwicklung konkreter Ziele, Maßnahmen und Handlungsempfehlungen einschließlich möglicher Partner, Kosten und Umsetzungshorizonte.
Die Resilienzwerkstatt RESI diente als zentrale Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger sowie lokale Initiativen. Sie bot unter anderem Beratung zu Leerständen, Existenzgründungen, Fördermöglichkeiten und zur Belebung der Innenstadt.
Wichtige Erfolge waren die Vermittlung und Belebung von Leerständen, unter anderem durch einen Plattenladen, ein Brautmodengeschäft und eine Cocktailbar. Über einen Verfügungsfonds konnten gute Projektideen mit bis zu 2.000 € unterstützt werden. Zudem wurden mit dem DoorOpener-Projekt Gebäude künstlerisch gestaltet und Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierearmut angestoßen.
Das Projekt ZukunftsVIT mit Projektmanager Gero Wieschollek schufen damit konkrete Grundlagen und Instrumente für eine langfristige, resiliente und zukunftsfähige Entwicklung der Innenstadt Viechtachs.
Das im Juli 2026 gestartete Bundesförderprogramm „Gewerbe zu Wohnen“ unterstützt die Umwandlung leerstehender Nichtwohngebäude in neuen Wohnraum. Investoren und Selbstnutzer erhalten einen nicht rückzahlbaren Direktzuschuss von 30 Prozent auf förderfähige Umbaukosten (bis zu 30.000 Euro pro neuer Wohneinheit), abgewickelt über die KfW.
Eckdaten und Voraussetzungen
Förderhöhe: 30 % der förderfähigen Kosten (maximal 100.000 Euro Kostenbasis je Wohneinheit = max. 30.000 Euro Zuschuss).
Unternehmenslimit: Die Gesamtförderung pro Unternehmen ist nach EU-Recht meist auf 300.000 Euro gedeckelt (De-minimis).
Energetischer Standard: Sanierung mindestens auf das Niveau „Effizienzhaus 85 Erneuerbare Energien“ (EH 85 EE); Ausnahmen gelten für Baudenkmale (EH Denkmal EE).
Antragstellung: Zwingend vor Beginn des Vorhabens (vor Vertragsschluss mit Handwerkern) zu stellen.
Förderfähige Maßnahmen
Grundrissänderungen, Rückbauarbeiten und Innenausbau
Anpassung der Baukonstruktion und der Haustechnik an die Wohnnutzung
Umgestaltung der Außenanlagen und Entsiegelung
Hinweis: Kosten direkt für die reine energetische Sanierung laufen separat (wobei eine Kombination mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude möglich ist)
Link zur Förderung: https://www.bmwsb.bund.de/DE/wohnen/foerderprogramme-bmwsb/foerderprogramme-wohnen/gewerbe-wohnen/gewerbe-wohnen_node.html
Download der Förderrichtlinie: https://www.bmwsb.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/wohnen/richtlinie-gzw-banz.pdf?__blob=publicationFile&v=1
April 2026:
Um die private Ladeinfrastruktur zu verbessern, hat der Bund ein neues Förderprogramm für E-Auto-Ladesäulen in Mehrparteienhäusern aufgelegt.
Berechtigt sind neben Wohnungseigentümergemeinschaften und privaten Vermietern auch kleine und mittlere Unternehmen sowie Wohnungsbaugesellschaften und Immobilienunternehmen.
Der Förderbetrag pro Stellplatz liegt bei max. 1.300 € ohne installierte Wallbox, 1.500 € mit Wallbox, bis 2.000 € für einen Ladepunkt mit bidirektionalen Laden.
Voraussetzung: mind. sechs Stellplätze in oder an einem Mehrparteienhaus elektrifiziert und 20 Prozent der Stellplätze vorverkabelt.
Begrünung von Dach, Fassade, Innenraum
Infos zu Begrünungen von Dächern, Fassaden oder Innenräumen findet man auf den Seiten des Bundesverbands GebäudeGrün e.V. unter gebaeudegruen.info
Öffnungszeiten: Dienstag, Donnerstag, Freitag - Uhrzeit nach Vereinbarung
Kontakt: Kathrin Martin
Telefon: 09942/808254
E-Mail: martin@viechtach.de
Büro: Stadtplatz 1 (Altes Rathaus), 94234 Viechtach
Der Begriff der Resilienz wird in verschiedenen Wissenschaften benutzt und wird häufig als „Widerstandsfähigkeit“ übersetzt. Bezogen auf den Menschen beschreibt Resilienz die Fähigkeit von Personen oder Gemeinschaften, schwierige Lebenssituationen wie Krisen oder Katastrophen ohne dauerhafte Beeinträchtigung zu überstehen.
Übertragen auf Regionen und Kommunen bedeutet Resilienz (am Beispiel Klimawandel), dass die Städte und Gemeinden lernen, mit den Risiken und Folgen der globalen Erwärmung zu leben, ihre Infrastruktur daran anzupassen und künftigen Krisen vorzubeugen. Das gilt auch für andere Bereiche wie Verkehr, Wirtschaft oder Soziales. [Quelle: www.bmz.de/de/service/lexikon/70564-70564]
Tourist-Information Viechtach
05.10. bis 30.04.: Mo. - Do. 09.00 - 16.00 Uhr
Fr. 9.00 – 13.00 Uhr
Sa./So. geschlossen!
01.05. bis 02.10.: Mo. - Do. 09.00 - 17.00 Uhr
Fr. 9.00 - 16.00 Uhr
09942 / 808 250
tourist-info@viechtach.de
Tourist-Information Kollnburg
Mo. - Fr. 08.00 - 12.00 Uhr